7 Tipps zur Vorbereitung Ihrer wissenschaftlichen Publikation für die professionelle Übersetzung

Sie möchten einen wissenschaftlichen Aufsatz in einer fremdsprachigen Zeitschrift publizieren und diesen professionell übersetzen lassen? Wir geben Ihnen nützliche Ratschläge für die Vorbereitung Ihres deutschen Manuskripts für eine solche Übersetzung.

1. Präzise formulieren in der Muttersprache

Egal wie gut Sie eine Fremdsprache beherrschen, Sie werden sich immer präziser in Ihrer Muttersprache ausdrücken. Deshalb empfehlen wir Ihnen, einen Aufsatz möglichst in dieser zu verfassen. Es ist Aufgabe der Übersetzerin, dann nicht nur die Inhalte akkurat in die gewünschte Fremdsprache zu übertragen, sondern Ihren Artikel auch in eine Form zu bringen, welche der wissenschaftlichen Kultur der Zielleserschaft entspricht.

Und: Lassen Sie Ihren Aufsatz ein paar Tage ruhen und lesen Sie ihn noch einmal gründlich durch, bevor Sie ihn in die Übersetzung geben. Je klarer und unmissverständlicher Inhalte formuliert sind, umso präziser wird auch deren Übersetzung ausfallen.

2. Vollständig abgeben

Nachträgliche Änderungen in eine vorhandene Übersetzung einzubauen, ist meist mühsam und sorgt schnell für Verwirrung. Um die bestmögliche Qualität zu garantieren, sollte die Übersetzerin den vollständigen Text an einem Stück übersetzen – dann wirkt er auch aus einem Guss. So sollten Sie uns möglichst den ganzen Aufsatz auf einmal schicken und von Teillieferungen absehen.

3. Terminologische Ressourcen bereitstellen

Jede wissenschaftliche Subdisziplin ist eine Welt für sich – auch wenn unsere Übersetzer bereits in einer der Sozial- oder Geisteswissenschaften promoviert haben. Daher: Falls Sie diese zur Hand haben, stellen Sie uns terminologische Ressourcen zu Ihrem Fachbereich zur Verfügung, Glossare, Aufsätze zum gleichen Thema in der Ausgangs- bzw. Zielsprache oder auch Links zu wertvollen Webseiten. Dieser Wissenstransfer wird unsere Arbeit und Recherchen deutlich erleichtern, und Sie werden sicherlich weniger Rückfragen von uns erhalten.

4. Infos zur Leser- bzw. Hörerschaft mitteilen

Teilen Sie uns mit, ob Ihr Text in einem Fachbuch oder als populärwissenschaftliche Literatur erscheinen soll. Vielleicht brauchen Sie ihn vielmehr für einen Vortrag? Diese Informationen sind beim Übersetzen wichtig. Denn auch hier werden sprachliche und kulturelle Anpassungen vorgenommen: es wird beispielsweise darum gehen, sich konkrete Anekdoten oder Scherze auszudenken, die bei einem Vortrag in den USA oder in Großbritannien funktionieren oder darum, Sätze drastisch zu kürzen.

5. Editierbare Bilder mitschicken

Wenn Ihr Aufsatz Diagramme oder Tabellen enthält, sollten Sie sie in einem editierbaren Format mitschicken. Diagramme und Tabellen im Bildformat muss der Übersetzer entweder (bei komplizierten Darstellungen) unterhalb als unformatierten Text übersetzen oder (bei einfachen Darstellungen) ganz neu erstellen. Das bedeutet am Ende Extra-Arbeit für Sie. Denn ist die Grafik zugänglich, können wir gleich in diese hinein übersetzen.

6. Zitierweise bestimmen

Zitierweisen hängen sowohl vom Sprachraum als auch von den Richtlinien des Verlags ab. Soll „Bourdieu 1997“ direkt in den Text oder als Fussnote eingefügt werden? Soll dann der ganze Titel des zitierten Buches angegeben werden? Wie soll ausserdem das Literaturverzeichnis aussehen? Geben Sie uns konkrete Beispiele, legen Sie uns die Vorgaben Ihres Verlags vor oder lassen Sie uns einfach wissen, ob es die APA- oder MLA-Richtlinien sein sollen. So ersparen Sie sich nachträgliche Korrekturen.

7. Zeit für Rückfragen einplanen

Den Liefertermin für die Übersetzung sollten Sie nicht am Vorabend Ihres eigenen Abgabetermins festlegen. Denn die Übersetzerin wird sowohl während als auch am Ende ihrer Arbeit Rückfragen an Sie haben. Dieser Prozess kann relativ zeitintensiv sein und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden.

 

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