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	<title>Kulturelle Unterschiede Übersetzung Archives - Textworks Translations</title>
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	<description>Übersetzungen von Wissenschaftlern für Wissenschaftler</description>
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	<title>Kulturelle Unterschiede Übersetzung Archives - Textworks Translations</title>
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		<title>Sprache im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch: One size does not fit all</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2016 15:22:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche und englische wissenschftliche Texte unterscheiden sich stark in ihren Argumentationsstilen, und ihre Terminologie lässt sich nicht immer eins zu eins übersetzen. Strukturelle Unterschiede Sprache hat im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch unterschiedliche Funktionen. Linguisten unterscheiden z.B. einen eher adressatenorientierten Ansatz im Englischen gegenüber einem eher inhaltsorientierten Ansatz im Deutschen. Im Englischen geht es um eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-10091 size-full" src="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch.jpg" alt="Beitragsbild - Sprache im Wissenschaftsgebrauch" width="1000" height="667" srcset="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch.jpg 1000w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch-300x200.jpg 300w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em> Deutsche und englische wissenschftliche Texte unterscheiden sich stark in ihren Argumentationsstilen, und ihre Terminologie lässt sich nicht immer eins zu eins übersetzen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-9463"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Strukturelle Unterschiede</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sprache hat im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch unterschiedliche Funktionen. Linguisten unterscheiden z.B. einen eher adressatenorientierten Ansatz im Englischen gegenüber einem eher inhaltsorientierten Ansatz im Deutschen. Im Englischen geht es um eine dialogisch-argumentative Darstellung von Thesen und Ergebnissen, die durch die Einbeziehung von Gegenpositionen auf einen gemeinsamen Common Sense von Autoren und Leserinnen abzielen. Einleitungen englischer Wissenschaftstexte sind deshalb häufig binnenstrukturierend und bieten vielerlei Vorabinformationen (sog. advance organizer), mit deren Hilfe die Leser an den wissenschaftlichen Gegenstand der Arbeit herangeführt und das argumentative Vorgehen anhand eines roten Fadens dargestellt wird. Beispiele für advance organziers sind: <em>this paper describes, this paper aims; in section a, b, c the paper outlines. </em>Ein gemeinsames Verständnis wird z.B. geschaffen durch Formulierungen wie<em> “civic engagement as a tool for democracy building has deep roots … going back to … Alexis de Tocqueville”;</em> “<em>so despite its length, this work deals only with bare essentials and their ‚cleaning‘, and may be characterized summarily as a work on mainstream basics. While the task may appear unexciting, it still is much a needed one because we must have (and give) reasons for the institutions we have, and because democracies are not viable unless the citizens understand them”</em>. (Sartori: The Theory of Democracy revisited. Chatham House Publishers, New Jersey 1987, xi)</p>
<p style="text-align: justify;">Deutsche wissenschaftliche Texte sind dagegen häufig hermeneutischer angelegt. Die Autoren setzen ein Wissen über den kommenden Inhalt voraus. Die Einleitungen sind diskursiv, motivierend geschrieben – <em>„Der Begriff der Politischen Kultur hat einen Siegeszug durch die Welt angetreten“ </em>(Sontheimer: Deutschlands Politische Kultur. Piper München 1991, 9) danach werden unter folgenden Unterüberschriften unabhängig voneinander verschiedene Aspekte ausgeführt: <em>Politische Kultur normativ gesehen, Wie entsteht eine Politische Kultur, Die Rolle der Politiker, Die reife demokratische Kultur</em>. Es werden eher wenige Sprachmittel eingesetzt, die die kommende Textstruktur vorstellen, wodurch inhaltliche Elemente zunächst meist unverbunden, für sich stehend aufgeführt werden, aus denen die Leser die Zusammenhänge selbst erkennen müssen. Das Ziel ist vor allen Dingen die wissenschaftliche Notwendigkeit einer Untersuchung nachzuweisen – im Englischen wird dieser Konsens argumentativ einbezogen bzw. vorausgesetzt, sodass ein solcher Nachweis nicht mehr notwendig ist. Für Übersetzer bedeutet dies, dass man sich bei der Übersetzung ins Deutsche mit den fachlichen Kontexten der jeweiligen Ausgangstexte gut auskennen muss, um die Bedeutungen richtig einordnen und damit angemessen übertragen zu können, ggf. müssen diese so aufbereitet werden, dass die Texte für das nicht-deutschsprachige Zielpublikum, das mit der dt. Textstruktur möglicherweise nicht so vertraut ist, verständlich gemacht werden. Die Leser werden weniger durch den Text geleitet als in englischsprachigen Wissenschaftstexten. Anstelle eines roten Fadens werden in der Einleitung mehrere Fäden ausgelegt, die erst im Laufe des folgenden Texts nach und nach zusammengeführt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Semantische Unterschiede</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Unterschiede lassen sich auch auf der semantischen Ebene feststellen. Die deutsche Wissenschaft hat sich während der Aufklärung vor allem in der Philosophie entwickelt und von den antiken Vorbildern emanzipiert, weswegen eine neue Begrifflichkeit geschaffen wurden, die die neue, aufgeklärte Welt und ihre Ideen besser beschreiben konnte. Viele wissenschaftliche Begriffe sind deshalb aus der eigenen Sprachtradition gewachsen und inhaltlich geprägt; sie benennen den beschriebenen oder untersuchten Gegenstand, der attributiv spezifiziert wird. Dabei wird Wert auf begriffliche Eindeutigkeit gelegt, das neues Wissen repräsentiert – im Gegensatz zum Englischen. Die englischen Fachbegriffe stammen in ihren Sprachwurzeln zu einem großen Teil aus dem Griechischen oder Lateinischen. Es werden viel eher selbstständige und uneindeutige Begriffe verwendet, die erst in einen allgemeinsprachlichen Kontext eingebettet werden müssen, um ihre jeweilige Bedeutung zu erhalten. Die Darstellung neuen Wissens hängt damit selten an einzelnen determinierenden Begriffen sondern wird linear im Text entwickelt. Für die Übersetzer aus dem Englischen bedeutet dies ein höheres Maß an kontextueller Terminologiearbeit, die auf die Verständnisebene des Zielpublikums genau abgestimmt werden muss. Ein Begriff wie <em>leader</em> in politischen Texten bietet deutschen Übersetzern beispielsweise eine Fülle von Übertragungsmöglichkeiten, aus denen je nach Kontext der passende ausgewählt werden muss, auch die im Deutschen kontaminierte Übersetzungsvariante <em>Führer</em> zu vermeiden.</p>
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		<title>Einige Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Schreibstilen im Deutschen und Englischen</title>
		<link>https://www.textworks.eu/stilunterschiede-wissenschaftliche-uebersetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[textworks]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 14:37:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie eine englische Übersetzung Ihres deutschen Manuskripts erhalten, dann kann diese im Ton und Stil leicht von Ihrem ursprünglichen Text abweichen. In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie und weshalb. „Hedging“ &#8211; Sich nach allen Seiten absichern Wissenschaftliches Schreiben bedient sich in jeder Sprache des „Hedging“ (sich nach allen Seiten absichern), d.h. Behauptungen werden in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><em><img decoding="async" class="alignnone wp-image-10101 size-full" src="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2.jpg" alt="Beitragsbild - Unterschiede im wissenschaftlichen Schreiben2" width="1000" height="750" srcset="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2.jpg 1000w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2-300x225.jpg 300w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><em>Wenn Sie eine englische Übersetzung Ihres deutschen Manuskripts erhalten, dann kann diese im Ton und Stil leicht von Ihrem ursprünglichen Text abweichen. In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie und weshalb.</em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-9456"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>„Hedging“ &#8211; Sich nach allen Seiten absichern</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Wissenschaftliches Schreiben bedient sich in jeder Sprache des „Hedging“ (sich nach allen Seiten absichern), d.h. Behauptungen werden in der Argumentationsweise vorsichtig formuliert, um die Aussagen abzuschwächen, oder anders gesagt, um diese mit weniger Nachdruck vorzubringen. Im Deutschen wird häufiger eine direkte und explizite Sprache für Behauptungen verwendet (z.B. „Das vorliegende Forschungsprojekt zeigt, dass …“), wodurch dem Verfasser mehr Autorität verliehen wird. Im Englischen gibt es hingegen die Tendenz, Behauptungen abzuschwächen oder zu mildern, damit Kritik entschärft wird, oder um einen bescheidenen Ton anzuschlagen (Writing Development Centre). Hier sind einige Beispiele:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In this article <u>we hope to</u> show that …“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Smith (2008) <u>appears to</u> marginalize this issue“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„These results <u>may have been</u> misinterpreted“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„This <u>would</u> indicate that …“</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Die Personalpronomen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Herkömmlicherweise haben Wissenschaftler, die auf Englisch schreiben, die Verwendung von Personalpronomen vermieden, um einen förmlichen und objektiven Ton zu wahren. Die Verwendung von Personalpronomen nimmt jedoch zu – vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften (Bryson). Im Deutschen ist die Verwendung von Personalpronomen nicht so verbreitet. In der Tat sind Englischübersetzer immer erstaunt über die Bandbreite und den Einfallsreichtum der im Deutschen darauf verwendet wird, das menschliche Handeln auszuklammern. Hier sollen ein paar Beispiele für die deutschen Variationen genügen:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In einem ersten Schritt wird aufgezeigt …“ („Firstly, I will demonstrate …“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es lässt sich voraussetzen, dass &#8230;“ („We can assume that &#8230;“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„In dem Vergleich dieser Gesellschaftsschichten fällt auf &#8230;“ (hier entscheidet sich der Englischübersetzer vielleicht dafür, den unpersönlichen Stil beizubehalten: „The comparison of these social classes shows that &#8230;“. Es wäre aber auch durchaus möglich, hier im Englischen ein Personalpronomen einzuführen: „If we compare these social classes, we see that …“).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Außerdem wird im Deutschen häufig das unpersönliche Pronomen „man“ verwendet, während „one“ im britischen Englisch fast immer vermieden wird (außer von der Queen!): „Man soll die verschiedenen Möglichkeiten in Betracht ziehen“ („We should consider the possibilities“).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Das Aktiv/Passiv</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Verwendung des Passivs trägt auch zu diesem unpersönlicheren, neutraleren Ton in deutschen, wissenschaftlichen Texten bei, z.B.:</span></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In dieser Arbeit werden die Vorteile und Nachteile von X diskutiert“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es muss angenommen werden, dass…“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es sei noch zu erwägen, ob …“</span></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Hier sind für jedes Beispiel verschiedene Übersetzungen ins Englische im Passiv möglich. Es wäre im Englischen aber auch ganz natürlich, das Aktiv zu verwenden (mit oder ohne einem Personalpronomen), etwa:</span></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In this article, I will discuss the advantages and disadvantages of X“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„We must assume here that …“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„We still need to consider whether …“</span></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Der Nominalstil</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Im Deutschen werden oft Substantive (Nomen) verwendet, während im Englischen Verben bevorzugt werden, z.B.:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„Die Diskussionen bringen polarisierte Meinungen zum <u>Ausdruck</u>“ („The discussions <u>express</u> polarized views“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Die Kurse bieten Flexibilität bei der <u>Steuerung</u> und <u>Optimierung</u> von Lernprozessen an“ („The courses offer flexibility in <em>managing</em> and <em>optimizing</em> learning processes“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Das <u>Unterdrücken</u> negativer Gefühle führt zu weiteren Problemen“ („<u>Suppressing</u> negative feelings leads to further problems“).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Obwohl es sich bei der Vorstellung, die Briten seien stets höflich und zurückhaltend, sicher um ein Klischee handelt, trifft diese Beschreibung auf die englische Wissenschaftssprache durchaus zu und die englische Übersetzung, die Sie erhalten, kann vorsichtiger und zaghafter formuliert sein als Ihr deutscher Ausgangstext. – Die Engländer gehen gerne „auf Nummer sicher“.  Zudem, wenn Ihr Originaltext durchwegs einen unpersönlichen Ton hat, kann es gut sein, dass der Englischübersetzer das abgewandelt hat, indem er einige Personalpronomen eingefügt und eine aktive Sprache eingeführt hat, weil diese Mischung im Englischen vertrauter ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn Ihr Text als Beitrag auf einer Tagung vorgesehen ist. Und guter Letzt: Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihre Substantive in der englischen Version nicht wiederfinden!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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