<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Englisch Archives - Textworks Translations</title>
	<atom:link href="https://www.textworks.eu/category/englisch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description>Übersetzungen von Wissenschaftlern für Wissenschaftler</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Jun 2025 12:36:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.2</generator>

<image>
	<url>https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2025/01/Screenshot-2025-01-17-at-2.51.37 PM-150x150.png</url>
	<title>Englisch Archives - Textworks Translations</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Google Übersetzer &#038; Co</title>
		<link>https://www.textworks.eu/google-uebersetzer-fuer-wissenschaftstexte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[textworks]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 19:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinelle Übersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[muttersprachliche Lektorate]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[DeepL]]></category>
		<category><![CDATA[Fachlektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Fachterminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Google Übersetzer]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturlesen vs. Post-Editing]]></category>
		<category><![CDATA[maschinelle Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinelle Übersetzung Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Neuronale maschinelle Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Editing]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachliche Genauigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzerkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsfehler]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliche Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.textworks.eu/?p=9482</guid>

					<description><![CDATA[<p>In diesem zweiteiligen Blog-Artikel gehen wir der Frage nach, warum es einfacher ist, wissenschaftliche Texte zu übersetzen, als sie Korrektur zu lesen. Wenn Sie als Autor schon einmal in der Situation waren, dass einer Ihrer Aufsätze übersetzt werden musste, kommt Ihnen vielleicht folgende Überlegung bekannt vor: „Wäre es nicht zeitsparender und einfacher für alle, wenn [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/google-uebersetzer-fuer-wissenschaftstexte/">Google Übersetzer &#038; Co</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-10088 size-full" src="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Google-Übersetzer-und-co..jpg" alt="Beitragsbild - Google Übersetzer und co." width="1000" height="517" srcset="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Google-Übersetzer-und-co..jpg 1000w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Google-Übersetzer-und-co.-300x155.jpg 300w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Google-Übersetzer-und-co.-768x397.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>In diesem zweiteiligen Blog-Artikel gehen wir der Frage nach, warum es einfacher ist, wissenschaftliche Texte zu übersetzen, als sie Korrektur zu lesen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-9482"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Sie als Autor schon einmal in der Situation waren, dass einer Ihrer Aufsätze übersetzt werden musste, kommt Ihnen vielleicht folgende Überlegung bekannt vor: „Wäre es nicht zeitsparender und einfacher für alle, wenn ich meinen Aufsatz erst einmal von Google Übersetzer verarbeiten ließe? Dann müsste ich ihn anschließend nur noch Korrektur lesen lassen.”</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Verfahren hat vordergründig betrachtet in der Tat einige Vorteile:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: left;">Korrekturlesen erfordert normalerweise weniger Zeit als das Übersetzen. Wenn Ihr Abgabetermin also sehr knapp ist, würden Sie einen bis zwei Tage gewinnen, in denen Sie Ihrem Aufsatz den letzten Schliff geben könnten.</li>
<li style="text-align: left;">Korrekturlesen ist normalerweise preiswerter als Übersetzen. Bei einem knappen Budget kann es auch preislich attraktiver erscheinen, den ganzen Aufsatz nur Korrektur lesen und nicht erst übersetzen zu lassen.</li>
<li style="text-align: left;">Und wenn die Technologie heute schon so leistungsfähig ist – was spricht dagegen, sie auch zu nutzen?</li>
<li style="text-align: left;">Zeit ist für uns alle kostbar. Warum sollten Sie also die Zeit des Übersetzers verschwenden, indem Sie ihn einen ganzen Aufsatz übersetzen lassen, wenn Sie ihm genauso gut einen maschinell übersetzten Text  geben könnten, den er nur noch Korrektur lesen muss?<span style="color: #ffffff;">&#8230;</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ffffff;">&#8230;</span></p>
<p style="text-align: justify;">All diese Argumente lassen sich nicht pauschal von der Hand weisen. Aber in dem nun folgenden zweiteiligen Beitrag möchten wir Ihnen aufzeigen, warum die sogenannte maschinelle Übersetzung (also Google Übersetzer &amp; Co.) bei wissenschaftlichen Texten ein völlig sinnloses Unterfangen ist und dass sie am Ende sogar allen Beteiligten mehr Arbeit machen kann, als sie erspart. Im ersten Teil werden wir die Funktionsweise von Google Übersetzer, des beliebtesten derzeit existierenden Werkzeugs für die maschinelle Übersetzung, beleuchten. Anschließend werden wir ein konkretes Problem betrachten, das sich gerade bei wissenschaftlichen Texten auf der Ebene der einzelnen Wörter stellt. Im zweiten Teil dieses Blogbeitrags werden uns mit Fragen der Satzstruktur und insbesondere mit der Frage beschäftigen, wie ein Text durch maschinelle Übersetzung so verworren werden kann, dass er sich anschließend kaum noch fehlerfrei Korrektur lesen lässt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alle Wege führen über das Englische</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst stellen wir Ihnen einen Begriff vor. Er wirft ein erstes Schlaglicht auf den Unterschied zwischen dem Korrektorat eines Textes, der von einem menschlichen Übersetzer erstellt wurde, und dem Korrektorat eines maschinell übersetzten Textes. Das Überarbeiten eines maschinell übersetzten Textes nämlich wird in der Übersetzungsbranche nicht als „Korrektorat“ oder „Korrekturlesen“ bezeichnet. Sondern als „Post-Editing“. Damit wird auch dem Laien deutlich gemacht, dass es sich bei diesem Vorgang um etwas grundsätzlich so Verschiedenes handelt, dass es eine andere Bezeichnung verdient. Der Korrektor richtet sein Augenmerk oftmals auf Schreib- oder Tippfehler, auf die Konsistenz der Terminologie oder auf stilistische Belange. Beim Post-Editing hingegen muss der Bearbeiter vielfach mit Annahmen über die Intentionen des Quelltextes arbeiten, falls dieser uneindeutig oder komplett unklar ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Woran aber liegt es, dass ein maschinell übersetzter Text mehrdeutiger oder unklarer sein kann als eine von Menschen angefertigte Übersetzung? Für die Antwort hierauf werden wir uns anschauen, wie – zumindest in einem zentralen Punkt – das weltweit am häufigsten eingesetzte Übersetzungs-Tool vorgeht. Dabei wird sichtbar werden, warum dieses Tool möglicherweise hervorragend zum Übersetzen jener E-Mail geeignet ist, in der Sie einem britischen oder französischen Kollegen schreiben, dass Sie ein bestimmtes Konferenzhotel buchen möchten, dass das Tool aber kläglich vor der Aufgabe versagt, Ihren nächsten Zeitschriftenaufsatz zu übersetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Sie Google Übersetzer Ihren Text anvertrauen, greift die Software für die Übersetzung auf statistische Verfahren zurück und prüft alle ihr zur Verfügung stehenden übersetzten Dokumente darauf, ob sie für ein Element in der Ausgangssprache eine optimal geeignete Entsprechung in der Zielsprache enthalten. In der Theorie klingt das gut. Es funktioniert auch bei einfachen Sätzen noch ganz passabel, vor allem wenn eine der beteiligten Sprachen das Englische ist. Sehen wir uns deshalb an, was passiert, wenn wir eine relativ einfache, auf Deutsch verfasste E-Mail zu dem erwähnten Thema von Google Übersetzer ins Englische und Französische übertragen lassen.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="200">
<p>Deutsch</p>
</td>
<td width="200">
<p>Englisch</p>
</td>
<td width="200">
<p>Französisch</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="200">
<p>Lieber John,</p>
<p>ich schaue gerade nach Hotels in Amsterdam. Hast du schon ein Zimmer reserviert? Das Konferenzhotel ist mir zu teuer – es wäre schön, wenn wir im selben Hotel wären, dann könnten wir zusammen hinfahren.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Max</p>
</td>
<td width="200">
<p>Dear John,</p>
<p>I just look for hotels in Amsterdam. Have you made a reservation? The conference hotel is too expensive – it would be nice if we were in the same hotel, we could go together.</p>
<p>Best wishes,</p>
<p>Max</p>
</td>
<td width="200">
<p>Cher John,</p>
<p>Je regarde juste pour hôtels à Amsterdam. Avez-vous fait une réservation? Cet hôtel de conférence est trop cher – ce serait bien si nous étions dans le même hôtel, nous pourrions aller ensemble.</p>
<p>Meilleures salutations,</p>
<p>Max</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="height: 179px;" width="338">
<tbody>
<tr>
<td width="200"> </td>
<td width="200"> </td>
<td width="200"> </td>
</tr>
<tr>
<td width="200"> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Die englische Fassung ist gar nicht so schlecht. Im ersten Satz wird zwar das Simple Present („I just look for …“) statt des üblichen Present Progressive („I am looking for”) oder Present Perfect Progressive („I&#8217;ve been looking for &#8230;“) verwendet, aber die Aussage ist klar und der britische Kollege dürfte keine Probleme haben, diese E-Mail zu verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt schauen wir uns an, was bei der Übersetzung ins Französische passiert. Das Hauptproblem liegt im zweiten Satz. Hier heißt es im Deutschen: „Hast <u>du</u> schon ein Zimmer reserviert?” Der deutsche Schreiber verwendet also die informelle Du-Anrede. Im Französischen wird daraus das formelle „Avez-vous“, das jedoch einem Gegenüber vorbehalten ist, den man eben nicht mit Vornamen anredet. Wie kommt Google Übersetzer auf diese Lösung? Der Grund ist einfach: <strong>Beim Übersetzen innerhalb eines Sprachenpaars, an dem Englisch nicht beteiligt ist, übersetzt Google Übersetzer zunächst ins Englische und erst dann in die eigentliche Zielsprache </strong>(also hier Deutsch -&gt; Englisch -&gt; Französisch). Da aber das englische „you“ zweideutig ist und sowohl „tu“ als auch „vous“ bedeuten kann, muss Google Übersetzer sich für eine Möglichkeit entscheiden. Und wählt prompt die falsche. Man stelle sich denselben Mechanismus in einem größeren, abstrakteren Maßstab vor: Ein eindeutiges deutsches Wort wird durch ein mehrdeutiges englisches Wort ersetzt und dieses wird dann in ein drittes Wort in der gewünschten Zielsprache (hier Französisch) übersetzt. Es eröffnet sich ein erhebliches Potenzial für sprachliche Missgriffe. Doch auch wenn Englisch zum Sprachenpaar der Übersetzung dazugehört, muss die Maschine ständig Entscheidungen zum Satzbau und zu einzelnen Wörtern treffen. Als Nächstes werden wir das Sprachenpaar Deutsch-Englisch und speziell die Probleme betrachten, die sich beim Übersetzen wissenschaftlicher Texte stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verschärfung des Problems bei wissenschaftlichen Texten: Fachbegriffe</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im wissenschaftlichen Kontext verdient ein weiterer Punkt der Funktionsweise von Google Übersetzer unsere Aufmerksamkeit: Die Software stützt ihre Entscheidungen auf statistische Häufigkeiten. Viele wissenschaftliche Texte zeichnen sich aber gerade durch eine Fachsprache aus, die von Experten verstanden wird, die aber in der Alltagskommunikation ungebräuchlich ist. Ein einfaches Beispiel auf der Wortebene mag genügen – das deutsche Wort „Gestalt“. Es bedeutet in der Alltagssprache so etwas wie die sichtbare Erscheinung oder Form von etwas und kann im Englischen mit „figure“ oder „shape“ wiedergegeben werden. So übersetzt Google Übersetzer „Gestalt“ in dem Satz „Hast du die Gestalt gesehen?” denn auch korrekt mit „figure“. Im Kontext der Psychologie allerdings ist „Gestalt“ ein Fachbegriff, der im Englischen unübersetzt bleibt, beispielsweise in „gestalt psychology“. Der fachsprachliche Satz:</p>
<p style="text-align: justify;">„Es werden bevorzugt Gestalten wahrgenommen, die in einer einprägsamen (Prägnanztendenz) und einfachen Struktur (= ‚Gute Gestalt’) resultieren.“<a name="_ftnref1"></a><a href="https://www.textworks.eu/eng/why-translating-academic-texts-is-easier-than-proofreading-them/#_ftn1">[1]</a></p>
<p style="text-align: justify;">wird von Google Übersetzer wie folgt ins Englische gebracht:</p>
<p style="text-align: justify;">„Preference is given to figures which result in a memorable (preeminence tendency) and simple structure (‚good figure’).“</p>
<p style="text-align: justify;">Bekommt nun ein Korrektor diesen englischen Satz zur Prüfung, könnte er sich aufgrund des Fachkontextes fragen, ob mit „figure“ vielleicht beide Male „Gestalt“ gemeint ist. Hierfür kommt es allerdings darauf an, wie gut er das Fach kennt und ob er weiß, dass „Gestalt“ in seiner Alltagsbedeutung normalerweise im Englischen mit „figure“ übersetzt wird. Es ist aber auch möglich, dass der Korrektor das Fehlen des Fachterminus an dieser Stelle gar nicht bemerkt oder dass er annimmt, der Autor habe das Wort „figure“ statt „gestalt“ im Englischen mit Absicht gewählt. Auf diese Weise könnten aus dem Zieltext unbemerkt Fachbegriffe verschwinden. Ein Rezensent könnte dann dem Autor ankreiden, er kenne sich offensichtlich im Fach nicht gut genug aus, um dessen korrekte Terminologie zu verwenden. Hätte jedoch der Autor von vornherein Wert darauf gelegt, dass sein Aufsatz von einem professionellen Übersetzer mit Erfahrung im Fach Psychologie übersetzt wird, wäre das Risiko einer Fehlübersetzung von „Gestalt“ gegen Null gegangen. Die beschriebenen Probleme entstehen aber nur dann, wenn ein Korrektor einen schlecht übersetzten Text erhält, in dem die Fachbegriffe unklar oder als solche nicht mehr zu erkennen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit diesem ersten Teil  haben wir Ihnen, so hoffen wir, eine Vorstellung von der Funktionsweise der maschinellen Übersetzung vermittelt und die Schwierigkeiten aufgezeigt, die vor allem beim Übersetzen zwischen zwei Sprachen auftreten, zu denen das Englische nicht gehört. Wir haben außerdem begründet, warum unserer Ansicht nach die auf statistische Häufigkeiten gestützte maschinelle Übersetzung besonders ungeeignet ist für wissenschaftliche Texte, in denen Begriffe häufig mit einer anderen Bedeutung als in der Alltagskommunikation verwendet werden. Im zweiten Teil dieses Beitrags werden wir Satzstrukturen analysieren, wie sie Google Übersetzer erzeugt. Hiervon ausgehend werden wir fragen, inwieweit auch ein Text, der einem Post-Editing unterzogen wurde, auf der Bedeutungsebene von dem abweichen kann, was im Originaltext intendiert war.</p>
<p> </p>
<p><em>Sie fanden diesen Beitrag hilfreich? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter! So bleiben Sie über neue Blogbeiträge rund um maschineller Übersetzung, DeepL, Post-Editing sowie zur Übersetzung und Publikation sozial- und geisteswissenschaftlicher Texte informiert. </em><strong><a href="https://mailchi.mp/1df87b50a764/blog-post-signup"><em>Bestellen Sie hier unseren Newsletter</em>!</a></strong></p>


<p><strong>Sie suchen hochwertige Übersetzungen Ihrer wissenschaftlichen Beiträge aus akademischer Hand oder Fachlektorate durch unsere Muttersprachler? <a href="https://www.textworks.eu/kostenvoranschlag/">Kontaktieren Sie uns, und senden Sie uns Ihre Anfrage! <span class="NA6bn BxUVEf UiGGAb ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">&gt;&gt;</span></span></a></strong></p>



<p><br></p>
<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/google-uebersetzer-fuer-wissenschaftstexte/">Google Übersetzer &#038; Co</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sprache im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch: One size does not fit all</title>
		<link>https://www.textworks.eu/wissenschaftssprache-englisch-deutsch-vergleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[textworks]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2016 15:22:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Advance Organizer]]></category>
		<category><![CDATA[Argumentationsstile]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Fachterminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hermeneutik]]></category>
		<category><![CDATA[Kontextuelle Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Unterschiede Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Terminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Politikwissenschaft Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Semantische Unterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Textstruktur Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliche Übersetzung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.textworks.eu/?p=9463</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutsche und englische wissenschftliche Texte unterscheiden sich stark in ihren Argumentationsstilen, und ihre Terminologie lässt sich nicht immer eins zu eins übersetzen. Strukturelle Unterschiede Sprache hat im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch unterschiedliche Funktionen. Linguisten unterscheiden z.B. einen eher adressatenorientierten Ansatz im Englischen gegenüber einem eher inhaltsorientierten Ansatz im Deutschen. Im Englischen geht es um eine [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/wissenschaftssprache-englisch-deutsch-vergleich/">Sprache im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch: One size does not fit all</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-10091 size-full" src="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch.jpg" alt="Beitragsbild - Sprache im Wissenschaftsgebrauch" width="1000" height="667" srcset="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch.jpg 1000w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch-300x200.jpg 300w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Sprache-im-Wissenschaftsgebrauch-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em> Deutsche und englische wissenschftliche Texte unterscheiden sich stark in ihren Argumentationsstilen, und ihre Terminologie lässt sich nicht immer eins zu eins übersetzen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-9463"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Strukturelle Unterschiede</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sprache hat im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch unterschiedliche Funktionen. Linguisten unterscheiden z.B. einen eher adressatenorientierten Ansatz im Englischen gegenüber einem eher inhaltsorientierten Ansatz im Deutschen. Im Englischen geht es um eine dialogisch-argumentative Darstellung von Thesen und Ergebnissen, die durch die Einbeziehung von Gegenpositionen auf einen gemeinsamen Common Sense von Autoren und Leserinnen abzielen. Einleitungen englischer Wissenschaftstexte sind deshalb häufig binnenstrukturierend und bieten vielerlei Vorabinformationen (sog. advance organizer), mit deren Hilfe die Leser an den wissenschaftlichen Gegenstand der Arbeit herangeführt und das argumentative Vorgehen anhand eines roten Fadens dargestellt wird. Beispiele für advance organziers sind: <em>this paper describes, this paper aims; in section a, b, c the paper outlines. </em>Ein gemeinsames Verständnis wird z.B. geschaffen durch Formulierungen wie<em> “civic engagement as a tool for democracy building has deep roots … going back to … Alexis de Tocqueville”;</em> “<em>so despite its length, this work deals only with bare essentials and their ‚cleaning‘, and may be characterized summarily as a work on mainstream basics. While the task may appear unexciting, it still is much a needed one because we must have (and give) reasons for the institutions we have, and because democracies are not viable unless the citizens understand them”</em>. (Sartori: The Theory of Democracy revisited. Chatham House Publishers, New Jersey 1987, xi)</p>
<p style="text-align: justify;">Deutsche wissenschaftliche Texte sind dagegen häufig hermeneutischer angelegt. Die Autoren setzen ein Wissen über den kommenden Inhalt voraus. Die Einleitungen sind diskursiv, motivierend geschrieben – <em>„Der Begriff der Politischen Kultur hat einen Siegeszug durch die Welt angetreten“ </em>(Sontheimer: Deutschlands Politische Kultur. Piper München 1991, 9) danach werden unter folgenden Unterüberschriften unabhängig voneinander verschiedene Aspekte ausgeführt: <em>Politische Kultur normativ gesehen, Wie entsteht eine Politische Kultur, Die Rolle der Politiker, Die reife demokratische Kultur</em>. Es werden eher wenige Sprachmittel eingesetzt, die die kommende Textstruktur vorstellen, wodurch inhaltliche Elemente zunächst meist unverbunden, für sich stehend aufgeführt werden, aus denen die Leser die Zusammenhänge selbst erkennen müssen. Das Ziel ist vor allen Dingen die wissenschaftliche Notwendigkeit einer Untersuchung nachzuweisen – im Englischen wird dieser Konsens argumentativ einbezogen bzw. vorausgesetzt, sodass ein solcher Nachweis nicht mehr notwendig ist. Für Übersetzer bedeutet dies, dass man sich bei der Übersetzung ins Deutsche mit den fachlichen Kontexten der jeweiligen Ausgangstexte gut auskennen muss, um die Bedeutungen richtig einordnen und damit angemessen übertragen zu können, ggf. müssen diese so aufbereitet werden, dass die Texte für das nicht-deutschsprachige Zielpublikum, das mit der dt. Textstruktur möglicherweise nicht so vertraut ist, verständlich gemacht werden. Die Leser werden weniger durch den Text geleitet als in englischsprachigen Wissenschaftstexten. Anstelle eines roten Fadens werden in der Einleitung mehrere Fäden ausgelegt, die erst im Laufe des folgenden Texts nach und nach zusammengeführt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Semantische Unterschiede</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Unterschiede lassen sich auch auf der semantischen Ebene feststellen. Die deutsche Wissenschaft hat sich während der Aufklärung vor allem in der Philosophie entwickelt und von den antiken Vorbildern emanzipiert, weswegen eine neue Begrifflichkeit geschaffen wurden, die die neue, aufgeklärte Welt und ihre Ideen besser beschreiben konnte. Viele wissenschaftliche Begriffe sind deshalb aus der eigenen Sprachtradition gewachsen und inhaltlich geprägt; sie benennen den beschriebenen oder untersuchten Gegenstand, der attributiv spezifiziert wird. Dabei wird Wert auf begriffliche Eindeutigkeit gelegt, das neues Wissen repräsentiert – im Gegensatz zum Englischen. Die englischen Fachbegriffe stammen in ihren Sprachwurzeln zu einem großen Teil aus dem Griechischen oder Lateinischen. Es werden viel eher selbstständige und uneindeutige Begriffe verwendet, die erst in einen allgemeinsprachlichen Kontext eingebettet werden müssen, um ihre jeweilige Bedeutung zu erhalten. Die Darstellung neuen Wissens hängt damit selten an einzelnen determinierenden Begriffen sondern wird linear im Text entwickelt. Für die Übersetzer aus dem Englischen bedeutet dies ein höheres Maß an kontextueller Terminologiearbeit, die auf die Verständnisebene des Zielpublikums genau abgestimmt werden muss. Ein Begriff wie <em>leader</em> in politischen Texten bietet deutschen Übersetzern beispielsweise eine Fülle von Übertragungsmöglichkeiten, aus denen je nach Kontext der passende ausgewählt werden muss, auch die im Deutschen kontaminierte Übersetzungsvariante <em>Führer</em> zu vermeiden.</p>
<p><em>Sie fanden diesen Beitrag hilfreich? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter! So bleiben Sie über neue Blogbeiträge rund um maschineller Übersetzung, DeepL, Post-Editing sowie zur Übersetzung und Publikation sozial- und geisteswissenschaftlicher Texte informiert. </em><strong><a href="https://mailchi.mp/1df87b50a764/blog-post-signup"><em>Bestellen Sie hier unseren Newsletter</em>!</a></strong></p>

<p><strong>Sie suchen hochwertige Übersetzungen Ihrer wissenschaftlichen Beiträge aus akademischer Hand oder Fachlektorate durch unsere Muttersprachler? <a href="https://www.textworks.eu/kostenvoranschlag/">Kontaktieren Sie uns, und senden Sie uns Ihre Anfrage! <span class="NA6bn BxUVEf UiGGAb ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">&gt;</span></span><span class="NA6bn BxUVEf UiGGAb ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">&gt;</span></span></a></strong></p>


<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/wissenschaftssprache-englisch-deutsch-vergleich/">Sprache im englischen und deutschen Wissenschaftsgebrauch: One size does not fit all</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einige Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Schreibstilen im Deutschen und Englischen</title>
		<link>https://www.textworks.eu/stilunterschiede-wissenschaftliche-uebersetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[textworks]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 14:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Aktiv Passiv]]></category>
		<category><![CDATA[Argumentationsstil]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Wissenschaftssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteswissenschaften Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Hedging]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Unterschiede Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Nominalstil]]></category>
		<category><![CDATA[Personalpronomen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibstil Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwissenschaften Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachstil]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistische Unterschiede Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Tonfall]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliche Übersetzung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.textworks.eu/?p=9456</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie eine englische Übersetzung Ihres deutschen Manuskripts erhalten, dann kann diese im Ton und Stil leicht von Ihrem ursprünglichen Text abweichen. In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie und weshalb. „Hedging“ &#8211; Sich nach allen Seiten absichern Wissenschaftliches Schreiben bedient sich in jeder Sprache des „Hedging“ (sich nach allen Seiten absichern), d.h. Behauptungen werden in [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/stilunterschiede-wissenschaftliche-uebersetzung/">Einige Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Schreibstilen im Deutschen und Englischen</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><em><img decoding="async" class="alignnone wp-image-10101 size-full" src="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2.jpg" alt="Beitragsbild - Unterschiede im wissenschaftlichen Schreiben2" width="1000" height="750" srcset="https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2.jpg 1000w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2-300x225.jpg 300w, https://www.textworks.eu/wp-content/uploads/2019/12/Beitragsbild-Unterschiede-im-wissenschaftlichen-Schreiben2-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><em>Wenn Sie eine englische Übersetzung Ihres deutschen Manuskripts erhalten, dann kann diese im Ton und Stil leicht von Ihrem ursprünglichen Text abweichen. In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie und weshalb.</em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-9456"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>„Hedging“ &#8211; Sich nach allen Seiten absichern</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Wissenschaftliches Schreiben bedient sich in jeder Sprache des „Hedging“ (sich nach allen Seiten absichern), d.h. Behauptungen werden in der Argumentationsweise vorsichtig formuliert, um die Aussagen abzuschwächen, oder anders gesagt, um diese mit weniger Nachdruck vorzubringen. Im Deutschen wird häufiger eine direkte und explizite Sprache für Behauptungen verwendet (z.B. „Das vorliegende Forschungsprojekt zeigt, dass …“), wodurch dem Verfasser mehr Autorität verliehen wird. Im Englischen gibt es hingegen die Tendenz, Behauptungen abzuschwächen oder zu mildern, damit Kritik entschärft wird, oder um einen bescheidenen Ton anzuschlagen (Writing Development Centre). Hier sind einige Beispiele:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In this article <u>we hope to</u> show that …“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Smith (2008) <u>appears to</u> marginalize this issue“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„These results <u>may have been</u> misinterpreted“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„This <u>would</u> indicate that …“</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Die Personalpronomen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Herkömmlicherweise haben Wissenschaftler, die auf Englisch schreiben, die Verwendung von Personalpronomen vermieden, um einen förmlichen und objektiven Ton zu wahren. Die Verwendung von Personalpronomen nimmt jedoch zu – vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften (Bryson). Im Deutschen ist die Verwendung von Personalpronomen nicht so verbreitet. In der Tat sind Englischübersetzer immer erstaunt über die Bandbreite und den Einfallsreichtum der im Deutschen darauf verwendet wird, das menschliche Handeln auszuklammern. Hier sollen ein paar Beispiele für die deutschen Variationen genügen:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In einem ersten Schritt wird aufgezeigt …“ („Firstly, I will demonstrate …“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es lässt sich voraussetzen, dass &#8230;“ („We can assume that &#8230;“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„In dem Vergleich dieser Gesellschaftsschichten fällt auf &#8230;“ (hier entscheidet sich der Englischübersetzer vielleicht dafür, den unpersönlichen Stil beizubehalten: „The comparison of these social classes shows that &#8230;“. Es wäre aber auch durchaus möglich, hier im Englischen ein Personalpronomen einzuführen: „If we compare these social classes, we see that …“).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Außerdem wird im Deutschen häufig das unpersönliche Pronomen „man“ verwendet, während „one“ im britischen Englisch fast immer vermieden wird (außer von der Queen!): „Man soll die verschiedenen Möglichkeiten in Betracht ziehen“ („We should consider the possibilities“).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Das Aktiv/Passiv</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Die Verwendung des Passivs trägt auch zu diesem unpersönlicheren, neutraleren Ton in deutschen, wissenschaftlichen Texten bei, z.B.:</span></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In dieser Arbeit werden die Vorteile und Nachteile von X diskutiert“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es muss angenommen werden, dass…“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Es sei noch zu erwägen, ob …“</span></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Hier sind für jedes Beispiel verschiedene Übersetzungen ins Englische im Passiv möglich. Es wäre im Englischen aber auch ganz natürlich, das Aktiv zu verwenden (mit oder ohne einem Personalpronomen), etwa:</span></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„In this article, I will discuss the advantages and disadvantages of X“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„We must assume here that …“</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„We still need to consider whether …“</span></li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Der Nominalstil</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Im Deutschen werden oft Substantive (Nomen) verwendet, während im Englischen Verben bevorzugt werden, z.B.:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><span style="font-size: 12pt;">„Die Diskussionen bringen polarisierte Meinungen zum <u>Ausdruck</u>“ („The discussions <u>express</u> polarized views“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Die Kurse bieten Flexibilität bei der <u>Steuerung</u> und <u>Optimierung</u> von Lernprozessen an“ („The courses offer flexibility in <em>managing</em> and <em>optimizing</em> learning processes“)</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt;">„Das <u>Unterdrücken</u> negativer Gefühle führt zu weiteren Problemen“ („<u>Suppressing</u> negative feelings leads to further problems“).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 12pt;">Obwohl es sich bei der Vorstellung, die Briten seien stets höflich und zurückhaltend, sicher um ein Klischee handelt, trifft diese Beschreibung auf die englische Wissenschaftssprache durchaus zu und die englische Übersetzung, die Sie erhalten, kann vorsichtiger und zaghafter formuliert sein als Ihr deutscher Ausgangstext. – Die Engländer gehen gerne „auf Nummer sicher“.  Zudem, wenn Ihr Originaltext durchwegs einen unpersönlichen Ton hat, kann es gut sein, dass der Englischübersetzer das abgewandelt hat, indem er einige Personalpronomen eingefügt und eine aktive Sprache eingeführt hat, weil diese Mischung im Englischen vertrauter ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn Ihr Text als Beitrag auf einer Tagung vorgesehen ist. Und guter Letzt: Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihre Substantive in der englischen Version nicht wiederfinden!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie fanden diesen Beitrag hilfreich? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter! So bleiben Sie über neue Blogbeiträge rund um maschineller Übersetzung, DeepL, Post-Editing sowie zur Übersetzung und Publikation sozial- und geisteswissenschaftlicher Texte informiert. </em><strong><a href="https://mailchi.mp/1df87b50a764/blog-post-signup"><em>Bestellen Sie hier unseren Newsletter</em>!</a></strong></p>
<p></p>
<p><strong>Sie suchen hochwertige Übersetzungen Ihrer wissenschaftlichen Beiträge aus akademischer Hand oder Fachlektorate durch unsere Muttersprachler? <a href="https://www.textworks.eu/kostenvoranschlag/">Kontaktieren Sie uns, und senden Sie uns Ihre Anfrage! <span class="NA6bn BxUVEf UiGGAb ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">&gt;</span></span><span class="NA6bn BxUVEf UiGGAb ILfuVd" lang="en"><span class="hgKElc">&gt;</span></span></a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>

<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://www.textworks.eu/stilunterschiede-wissenschaftliche-uebersetzung/">Einige Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Schreibstilen im Deutschen und Englischen</a> appeared first on <a href="https://www.textworks.eu">Textworks Translations</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
